Das war unser EURO RIDE 2018

ca. 400 km am Tag auf meist schönen Landstraßen => Vogesen (F), Schwarzwald (D), Rheinfall (CH), Bodensee (CH), Allgäu (D), Großer Ahornboden (AT), Sylvenstein (D), Achensee (AT), Zillertal (AT), Gerlospass (AT), Königssee (D), Rossfeld Panoramastraße (D), Salzburger Seenland (AT), Oberösterreich (AT), Südböhmen (CZ), Westböhmen (CZ), Marienbad (CZ), Ederland (D), Hochsauerland (D)

Unzählige Eindrücke, die sich auf der Netzhaut eingebrannt haben. Anekdoten, an die wir noch lange zurück denken werden. Einiges, was wir bestimmt mal auf ner Party erzählen werden und einiges, was wir nicht erzählen werden. Denn…what happens on the EURO RIDE, stays on the EURO RIDE ;-)

MF Rumtreiber - Hohe Mark EURO RIDE 2018

5 Jahre OLD SCHOOL Cruiser RHINE – AHR

5 Years Cruisin Jubiläumsparty der OLD SCHOOL Cruiser RHINE – AHR

Eine Old School Party ganz nach dem Geschmack der Rumtreiber!
Die Einladung wurde von vielen Gästen angenommen

Auf die Jubiläumsparty der OLD SCHOOL Cruiser an der Ahr freuten wir uns schon viele Wochen im Voraus! Dazu muss etwas ausgeholt werden. Seit 2016 organisieren wir einmal im Jahr eine größere Europa Tour unter dem Namen EURO RIDE. Im letzten Jahr, als es uns nach Frankreich verschlug, lernten wir dort in einem Getränkemarkt mit Schanklizenz die zwei gebürtigen Polen, Miłosz und Lukasz kennen, die beide seit ein paar Jahren in England leben. Um es kurz zu machen…wir sind so richtig schön abgestürzt an dem Abend!

Absturz mitten in einem der „schönsten“ Gewerbegebiete in Limoges, Frankreich 2017

Der Kontakt wurde über Social Media und Messenger locker aufrecht erhalten und so kam es, dass Lukasz eines Tages fragte, wo wir denn am 28. Juli 2018 wären? Sie würden wieder eine Reise nach Polen zu einem Woodstock Revival Festival unternehmen und hatten via Facebook gesehen, dass wir an diesem Tag an der Jubiläumsparty der OLD SCHOOL Cruiser RHINE – AHR teilnehmen würden. “Ja, klar! Kommt doch da vorbei, wenn ihr eh schon auf dem Weg seid.” lautete unsere Antwort per Messenger. Man wollte es sich überlegen…schließlich war es keine Spazierfahrt, von Coventry mal eben in einem Rutsch an die Ahr zu fahren.

Die Tage und Wochen vergingen. Kurz vor dem betreffenden Wochenende war dann klar: Die OLD SCHOOL Cruiser würden internationalen Besuch auf ihrer Party bekommen.

Wegen der Hitze und der dadurch ausgefallenen Belüftung des Euro-Tunnels, musste die Überfahrt auf’s Festland doch mit der Fähre erfolgen

Lukasz und Miłosz wollten früh morgens in England starten um dann gegen 20:00 in Kalenborn, dem Ort des Partygeschehens, anzukommen und mitzufeiern. Die Rumtreiber – Hohe Mark starteten nachmittags um gemütlich mit Sack und Pack am frühen Abend an der Grillhütte in besagtem Örtchen an der Ahr einzulaufen und schon mal die Zelte klar zu machen. Anreise, wie wir es bevorzugen, teils über Landstraße, teils über die Autobahn. So kamen wir entspannt und trotzdem zeitig in Kalenborn, einem kleinen Ort oberhalb von Ahrweiler, schon am späten Nachmittag an.

Unsere Freunde vom Ratnags MF wollten schon gegen Mittag los gefahren sein, als wir ankamen, war aber noch niemand von ihnen auf dem Gelände auszumachen. Ein herzliches Shake-Hands nach einer Ehrenrunde mit den Mopeds über den Grillplatz und schon wurde uns ein extra abgesteckter Campground präsentiert, auf dem wir und unsere polnisch-englischen Freunde später ohne lange suchen zu müssen, das Lager aufschlagen konnten. Perfekt!

Campground mit Blick auf die Eifel

Die Rumtreiber Zelte standen schnell und so konnten wir uns früh unter die noch überschaubare Anzahl der Partygäste mischen.

Der Platz an sich war aus unserer Sicht schon mal optimal. Zumindest jetzt, nachdem die OLD SCHOOL Cruiser allerhand Kram an den doch recht abgelegenen Ort – mit toller Aussicht über die Eifel, übrigens – gekarrt hatten.

Im Schweiße des Angesichts entsteht die stabile Bühne samt Sonnenschutz

Musste doch für die Live-Band “Blooming Disaster” eine stabile Bühne aus Paletten und Holzplatten gezimmert werden, Holz für das Lagerfeuer platziert und einige Zelte für den Sonnenschutz aufgestellt werden. Jetzt hieß es für die Rumtreiber erst mal: Bonkarten kaufen…wir hatten doch ziemlichen Durst bei den Temperaturen um die 30 Grad bekommen. Die Truppe vom OSC hätten sich an den Tagen des Aufbaus über solche Temperaturen gefreut. Zeigte das Thermometer an den Vorbereitungstagen doch tatsächlich knapp unter 40 Grad!

OSC Member, Familie und Freunde bildeten ein Team aus 15 Personen

Die Truppe machte aber dennoch einen munteren Eindruck und präsentierte sich voller Elan um mit den Gästen eine tolle Party zu feiern. Schließlich wollte man doch auch mal den anderen Clubs, die man so besuchte, etwas zurück geben. Das tat man nun im Rahmen dieser Geburtstagsparty. Genau unsere Denke, deshalb hatten wir ja auch im letzten Jahr unsere Jubiläumsparty ausgerichtet.

Zu jeder Bonkarte bekam man einen langen Nagel. Direkt neben dem Verkaufsstand für die Karten thronte der Block zum Nageln. Also schon mal ohne Zielwasser einen Versuch gewagt…nun ja, reden wir nicht weiter über die Anzahl der Schläge. Für uns stand jedenfalls schnell fest, dass der Preis für diese Disziplin nicht an die Rumtreiber – Hohe Mark gehen würde. Aber immerhin Mittelfeld.

Die Zeit verging und von den Ratnags war immer noch nichts zu sehen. Da musste doch wieder was passiert sein. Und so war es auch. Wir bekamen die Info, dass es einen Totalausfall eines Mopeds und noch andere Widrigkeiten gab, die die Ankunft verzögerten. Na ja, sie werden nicht ohne Grund das Motto: “fahren – schrauben – feiern” auf den Kutten tragen 😉

Ein Grillplatz des lokalen Fußball Vereins sollte das perfekte Ambiente bieten

Wir lungerten derweil weiter auf dem Gelände rum und inspizierten die verschiedenen Stände. Was gab’s zu begutachten? Verkaufsstände mit T-Shirts, Totenkopf und andere Biker typische Deko und nicht zu vergessen, einen Stand mit u.a. richtig leckerem Chili Con Carne! Die Band absolvierte ihren Soundcheck – schien ein netter Mix aus Rock Classics und Crossover zu werden – und es trudelten immer mehr Gäste ein.

Nach „Pleiten, Pech und Pannen“ auch am Platz, die Ratnags

Unter ihnen auch irgendwann die Ratnags Crew. Diese wurde schon mit einer Truppenstärke von 15 “Mann” angekündigt, ging es für sie doch direkt nach der Party in den Cluburlaub ins Sauerland. Kind und Kegel durften da nicht fehlen. Was aber fehlte, waren die Zelte…oder sollte man bei den Ausmaßen schon eher von Ankerzentren aus Ballonseide sprechen? 😛

Der Pick-up bzw. dessen Fahrer, der u.a. die Zelte vom Ruhrpott nach Kalenborn transportieren sollte, hatte nämlich auch erst noch ein paar Hürden zu überwinden, bevor die Truppe vollzählig und mit Zelten am Partygeschehen teilnehmen konnte. Unter anderem einen geplatzten Kühlschlauch kurz vor dem Ziel.

Von Coventry zur Party…alle Achtung!

Eine Nachricht von Miłosz meldete “50 minutes to target”. Die internationalen Gäste waren als auch bald da. Die Angabe war sogar ziemlich präzise, denn sie rollten planmäßig ein, so dass wir sie schon an der Zufahrt zum Grillplatz herzlich in Empfang nehmen konnten. Sie sahen sogar noch recht frisch aus auf den ersten Blick.

EURO RIDER Reunion in Kalenborn – old school mit einer Sofortbild Kamera geschossen

Die EURO RIDER waren also ziemlich genau nach einem Jahr wiedervereint. Das musste erstmal mit einem Foto festgehalten werden! Old School mäßig, auf nem Polaroid.

Der Abend verging wie im Fluge, während die Band immer wieder nach kurzen Pausen mit neuen Sets an den Start ging. Der Platz war nun auch sehr gut mit Clubs, Freebikern und Zivilisten aus der Nachbarschaft gefüllt. Letztere hatte man persönlich an der Haustür mit einer Einladung dazu ermutigt mit zu feiern!

Volles Haus und mega Stimmung

Eine nette Geste und zugleich eine gute Vorbeugung vor etwaiger Ruhestörungsbeschwerden. Wie wir später erfuhren, waren etwa 250 Gäste anwesend. Einen Großteil machten die 20 großen und kleinen Clubs aus, welche die Party zu einem regelrechten Farbenspiel der Colours machten.

Die Band lieferte ordentlich ab, wobei mir die Vocals etwas zu dünn rüber kamen. Aber das ist jammern auf hohem Niveau. Für den kurz vor der Party erkrankten Stammsänger von Blooming Disaster waren kurzfristig zwei Ersatzleute eingesprungen. Eine Sängerin und ein Sänger, welche sich bei der Performance abwechselten. Beide leider ohne große Gelegenheit sich mit der Band einzuspielen. So wurde mal eben die Setlist umgekrempelt, was auch immer sie eigentlich spielen wollten, das gespielte Programm war abwechslungsreich und sorgte für gute Stimmung. Also alles richtig gemacht!

Der Preis für die weiteste Anreise ging an Lukasz und Miłosz

Nun sollte auch die Leistung der “Sportster Sickness” – Männer belohnt werden. Sie erhielten den Preis für die weiteste Anreise und haben sich sichtlich darüber gefreut – ja sie schienen sogar etwas verdutzt.

Gastauftritt: Respekt, das macht bestimmt nicht jeder!

Eine weitere Überraschung war der ungeplante Gastsänger Einsatz eines Members eines der großen anwesenden MCs. Das zeigt wohl, wie relaxt die Stimmung an dem Abend war. Respekt, für seine Spontanität und Gesangsperformance!

Es war gefühlt schon nach Mitternacht, als die Band ihre Sachen wieder einpackte und das Equipment von der Bühne trug. Bei den kurzweiligen Benzingesprächen über die Grenzen Deutschlands hinaus, verflog die Zeit. Keine Ahnung, wann wir uns auf den Weg zu unseren Zelten machten, es wurde jedenfalls schon bald wieder hell.

Schlaflos in Kalenborn

Die Stimmen vom Lagerfeuer zeugten davon, dass einige die Nacht bei Dosenmucke und Kaltgetränken durchgemacht hatten. Darunter auch nicht wenige der Gastgeber und deren Helfer. Ein Zeichen, dass es auch für sie eine absolut gelungene Geburtstagsfeier gewesen sein musste.

Es roch schon nach leckerem Frühstück. Irgendwas mit Speck musste es sein. Ein Besuch am “Buffet” bestätigte es. Neben Wurst und Käse für die frischen Brötchen gab es auch ein deftiges Bauernfrühstück, unter anderem bestehend aus Rührei, Kartoffeln und Speck. Alles für umme!

Der Morgen danach…

Reingehauen, bevor es wieder auf die Rückreise ging. Für die Rumtreiber erst noch ein gutes Stück über Land durch die kurvenreiche Eifel, für Miłosz und Lukasz über einen Abstecher nach Ahrweiler, den wir ihnen empfahlen, weiter über die Autobahn in die fränkische Schweiz.

Es war eine Party nach unserem Geschmack! Klar, sonst hätten wir auch keine Story dazu geschrieben. 😉

Beispielhaft ein paar Colours der anwesenden Clubs

“Old School cruisen – Old School feiern”
Hoch die Tassen auf die alten Werte,
den Biker’s Code, und die, die nicht nur
davon reden, sondern danach leben!

 


 

CLUBHOUSE RUN 2018

Clubhouse Run 2018

Ein Bericht aus Sicht von Bonzo Rumtreiber als Teilnehmers
Die Einladung zum 2. Clubhouse Run

Da ich den 1. Clubhouse-Run im letzten Jahr aus privaten Gründen leider nach dem zweiten Clubhaus abbrechen musst, freute ich mich um so mehr auf den diesjährigen.

Zusammen mit Peter Rumtreiber wollte ich um 10:00 Uhr beim Star Riders MC in Wulfen aufschlagen um dann – wie schon im letzten Jahr – den Run mit dem Ratnags MF gemeinsam abzureiten. Pünktlich auf dem Gelände angekommen, wurden wir nach der obligatorischen Begrüßungsrunde auch schon herzlich von den Ratnags empfangen um dann zu erfahren, dass man noch auf 2 Mann der Old School Cruiser von der Ahr wartete. Vor 11:00 würden wir wohl nicht starten, also noch genug Zeit, mit ein paar Leuten zu quatschen und die erste Poker Karte zu ziehen. Beim Beäugen der geparkten Bikes fielen mir zwei mit FRI-Kennzeichen auf. „Holla! Bis in den hohen Norden ist also der Ruf des Clubhouse-Runs vernommen worden?“, dachte ich gerade noch, als ich kurze Zeit später einen der beiden aus Jever kommenden Biker auch schon persönlich kennen lernen durfte. Ein Kontakt zum Dukes MF hatte wohl zu der Teilnahme geführt. Obwohl man ursprünglich auch mit der Road Crew der Ratnags starten wollte, entschieden sich die beiden aus Friesland dann doch früher zur ersten Station, dem Black Pearl in Lünen, aufzubrechen. Das Lokal diente den Chaosfightern als Anlaufstelle der Run Teilnehmer – also so zusagen als Ersatz Clubhaus.

On the Road im Münsterland

Im Ratten-Pack starteten wir gegen 11:00, nachdem die Old School Cruiser bei den Star Riders einrollten, mit 13 Bikes ebenfalls gen Lünen. Der Weg führte über gut ausgebaute Landstraßen in die Lünener City. Kurz die Parksituation vor dem Pearl gecheckt, Karre abgestellt und bei den Chaosfightern die Runde gemacht. Der Grill wurde gerade angefeuert und sollte den nächsten Ankömmlingen die Möglichkeit eines Mittagssnacks bieten.

Das „Black Pearl“ als Anlaufstelle für die Besucher der Chaosfighter

Karte ziehen, austrinken, aufsatteln, weiter. Wenn man so wollte, hatten wir ja eine Stunde „Verspätung“. Was ich persönlich aber gar nicht so empfand, da mir an dem Tag nur das gemeinsame Fahren und eine gute Zeit wichtig war. Die gesammelte Pokerhand oder der Ehrgeiz möglichst viele Clubhäuser anfahren zu können, waren für mich nie der Antrieb für die Teilnahme an der Aktion gewesen.

Schwelmer’s Harley wurde inkontinent

Die Fahrt von Lünen zum Clubhouse des Diablos MC Kamen war eine kurze. Nach dem Abstellen der Böcke, der Begrüßung und dem Ziehen der Karte, dann die Hiobsbotschaft: „Schwelmer’s Karre markiert unseren Weg!“. Die erste Diagnose ließ auf Undichtigkeit vom Getriebe schließen. Es suppte jedenfalls aus dem Primärkasten. Also alle paar Stopps Getriebeöl nachkippen. Getreibeöl, was natürlich keiner dabei hatte und selbst nach dem Ansteuern von 3 Tanken noch immer nicht vom Schwelmer aufzutreiben war.

Ein Bonus-Clubhouse für uns

Kamen hat ’nen A.T.U.! Also alle auf, zum freundlichen Autoteile Mann im nahegelegenen Gewerbegebiet. Unsere Truppe hatte also quasi ein weiteres Zwischenziel auf der Route. Leider hatten die weder Poker Karten, noch SAE 80W90 Öl, sondern nur SAE 85W90. Was für Sportster gut ist, muss auch für ne Big Twin Evo reichen. Also nachgekippt, aufgestiegen, weiter gefahren. Schwelmer schien gänzlich unbeeindruckt von der Leckage gewesen zu sein…zumindest habe ich ihn nicht mehr als sonst fluchen hören 

Die Custombrothers Unna steuerten ihren Beitrag zum Gelingen des Clubhouse Runs bei

Nächster Halt Fröndenberg. Dort hatte der Crossroad Bikerorden MC die Möglichkeit erhalten, die heiligen Hallen und das Gelände der Custombrothers Unna als „Behelfsclubhaus“ zu nutzen. Hatte ich schon erwähnt, dasss es den ganzen Vormittag über schon schweineheiss war?! Es war jetzt um die Mittagszeit und mit den Teams hinter den Grills, wollte ich nicht unbedingt tauschen. Deshalb an dieser Stelle schon mal RESPEKT an die Grill Crews, die trotz ihrer teilweise verbrannten Bäuche den ganzen Tag für das leibliche Wohl der anrollenden Run-Teilnehmer sorgten!

Ein Blick auf die Uhr machte klar, dass wir nicht die zuerst optimistisch angepeilten 9 Clubhäuser schaffen würden. Ab 17:00 wollten sich die anderen teilnehmenden Clubs nämlich selber auf den Weg nach Wulfen, zum Star Riders MC, zur großen Abschlussparty und Siegerehrung machen.

Es herrschte allseits beste Stimmung!

Also ging es von Fröndenberg nach Menden, wo gleich 2 ausrichtende MCs beheimatet sind – der Caballeros MC und der Les Durs MC – bevor es zum letzten Anlaufpunkt vor der Rückreise, zum Dukes MF nach Witten ging. Aufgrund des knappen Zeitfensters wurde nur kurz in Menden verweilt.

 

Benzin verbrennen unter Freunden

Begrüßung, Kaltgetränk, Karte ziehen und wieder rauf auf den Bock. Der Himmel hatte sich im Sauerland schon etwas zu gezogen. Als wir aber kurz vor Witten waren, öffnete er seine Pforten und kühlte uns mit fetten Tropfen ein wenige ab. Ich dachte nur: „Endlich!“.

 

…die letzte Karte bei den Dukes

Aus dem vermeintlichen Schauer wurde dann, während wir im Clubhaus der Dukes abhingen, ein echter Dauerregen. Von Witten nach Wulfen waren es über ne Stunde Fahrt über die Autobahn. Über Land würde es noch länger dauern, also entschied man sich nach dem letzten Auftanken für die schnellste Route, über die Bahn. Reisetempo ca. 80 km/h…OK, das war für mich als Nicht-Alteisen-Treiber eine neue Erfahrung.

Je weiter wir von Witten weg kamen, desto sonniger wurde es wieder. Pünktlich um 19:00 kamen wir in Wulfen zur Abschlussparty wieder an. Der Platz bei den Star Riders sah sogar so aus, als wenn es dort den ganzen Tag staubtrocken geblieben wäre. „Hobel abstellen, Beine ausschütteln und erstmal stärken.“, dachte ich mir. Da kam die Ansage, dass man einen echten, italienischen Eiswagen vor das Clubgelände bestellt hatte, gerade richtig!

Bike Parkplatz, Verkaufsstände und Campground bei den Star Riders

Nach der Stärkung mit Eis, Currywurst und Malzbier wurde die Verkaufsmeile begutachtet. T-Shirts inkl. Individueller Veredlung direkt vor Ort, eine Lederschneiderei und ein Stand mit Schmuck waren auf dem Bike Parkplatz des Clubgeländes angesiedelt. Ich versuchte, die ungefähre Anzahl der Gäste abzuschätzen. Die meisten waren für mich von den ausrichtenden Clubs auszumachen. Schade, haben doch viele der teilnehmenden Freebiker den Weg zur Party anscheinend nicht mehr eingeschlagen. Ob’s am Regen lag?

Bunt gemischtes Publikum auf der Abschlussparty

Egal! Waren doch viele bekannte Gesichter unter den Gästen, mit denen man auf dem Run selbst keine Gelegenheit zum Quatschen hatte. Das wurde jetzt sofort nachgeholt, bis eine Stimme aus dem Innern des Clubhauses ertönte und alle Anwesenden darum bat, sich hinein zu begeben, da die Siegerehrung nun stattfinden sollte. Ich hörte mir die Durchsage der Kennzeichen mit den 10 besten Pokerblättern an – die gezogenen Karten wurden zum Kennzeichen des Teilnehmers erfasst – von denen mir aber niemand persönlich bekannt war. Einen besonderen Preis in Form von 2 gefüllten Riesenbiergläsern gab es im Anschluß für ein schweizer Paar, das 670 km für die Anreise auf sich genommen hatte. Respekt! Nach der Preisverleihung rockten „Flame Tree“ und „Monsterhead“ die Bühne. Beides keine Unbekannten bei den Star Riders, haben sie doch schon früher für Stimmung beim ein oder anderen Open House gesorgt.

Zum Abschluss lässt sich für mich sagen, dass es – trotz der Mörderhitze – ein rundum gelungener Tag war. Mit der offiziellen Teilnehmerzahl von 300 notierten Kennzeichen, hoffe ich, dass auch die Erwartungen der ausrichtenden Clubs erfüllt oder besser noch übertroffen wurden. Schade war, dass am selben Tag auch die Outback Party vom Livings MC Kamen stattfand. Beide Veranstaltungen haben sich daher wahrscheinlich gegenseitig ein paar Gäste genommen.


Meinen Dank hiermit nochmal an ALLE, die diese Aktion ermöglicht und unterstützt haben. Ganz besonders der Ratnags Road Crew, denen wir uns wieder anschließen durften – wir fanden’s geil!!!