CLUBHOUSE RUN 2018

Clubhouse Run 2018

Ein Bericht aus Sicht von Bonzo Rumtreiber als Teilnehmers
Die Einladung zum 2. Clubhouse Run

Da ich den 1. Clubhouse-Run im letzten Jahr aus privaten Gründen leider nach dem zweiten Clubhaus abbrechen musst, freute ich mich um so mehr auf den diesjährigen.

Zusammen mit Peter Rumtreiber wollte ich um 10:00 Uhr beim Star Riders MC in Wulfen aufschlagen um dann – wie schon im letzten Jahr – den Run mit dem Ratnags MF gemeinsam abzureiten. Pünktlich auf dem Gelände angekommen, wurden wir nach der obligatorischen Begrüßungsrunde auch schon herzlich von den Ratnags empfangen um dann zu erfahren, dass man noch auf 2 Mann der Old School Cruiser von der Ahr wartete. Vor 11:00 würden wir wohl nicht starten, also noch genug Zeit, mit ein paar Leuten zu quatschen und die erste Poker Karte zu ziehen. Beim Beäugen der geparkten Bikes fielen mir zwei mit FRI-Kennzeichen auf. „Holla! Bis in den hohen Norden ist also der Ruf des Clubhouse-Runs vernommen worden?“, dachte ich gerade noch, als ich kurze Zeit später einen der beiden aus Jever kommenden Biker auch schon persönlich kennen lernen durfte. Ein Kontakt zum Dukes MF hatte wohl zu der Teilnahme geführt. Obwohl man ursprünglich auch mit der Road Crew der Ratnags starten wollte, entschieden sich die beiden aus Friesland dann doch früher zur ersten Station, dem Black Pearl in Lünen, aufzubrechen. Das Lokal diente den Chaosfightern als Anlaufstelle der Run Teilnehmer – also so zusagen als Ersatz Clubhaus.

On the Road im Münsterland

Im Ratten-Pack starteten wir gegen 11:00, nachdem die Old School Cruiser bei den Star Riders einrollten, mit 13 Bikes ebenfalls gen Lünen. Der Weg führte über gut ausgebaute Landstraßen in die Lünener City. Kurz die Parksituation vor dem Pearl gecheckt, Karre abgestellt und bei den Chaosfightern die Runde gemacht. Der Grill wurde gerade angefeuert und sollte den nächsten Ankömmlingen die Möglichkeit eines Mittagssnacks bieten.

Das „Black Pearl“ als Anlaufstelle für die Besucher der Chaosfighter

Karte ziehen, austrinken, aufsatteln, weiter. Wenn man so wollte, hatten wir ja eine Stunde „Verspätung“. Was ich persönlich aber gar nicht so empfand, da mir an dem Tag nur das gemeinsame Fahren und eine gute Zeit wichtig war. Die gesammelte Pokerhand oder der Ehrgeiz möglichst viele Clubhäuser anfahren zu können, waren für mich nie der Antrieb für die Teilnahme an der Aktion gewesen.

Schwelmer’s Harley wurde inkontinent

Die Fahrt von Lünen zum Clubhouse des Diablos MC Kamen war eine kurze. Nach dem Abstellen der Böcke, der Begrüßung und dem Ziehen der Karte, dann die Hiobsbotschaft: „Schwelmer’s Karre markiert unseren Weg!“. Die erste Diagnose ließ auf Undichtigkeit vom Getriebe schließen. Es suppte jedenfalls aus dem Primärkasten. Also alle paar Stopps Getriebeöl nachkippen. Getreibeöl, was natürlich keiner dabei hatte und selbst nach dem Ansteuern von 3 Tanken noch immer nicht vom Schwelmer aufzutreiben war.

Ein Bonus-Clubhouse für uns

Kamen hat ’nen A.T.U.! Also alle auf, zum freundlichen Autoteile Mann im nahegelegenen Gewerbegebiet. Unsere Truppe hatte also quasi ein weiteres Zwischenziel auf der Route. Leider hatten die weder Poker Karten, noch SAE 80W90 Öl, sondern nur SAE 85W90. Was für Sportster gut ist, muss auch für ne Big Twin Evo reichen. Also nachgekippt, aufgestiegen, weiter gefahren. Schwelmer schien gänzlich unbeeindruckt von der Leckage gewesen zu sein…zumindest habe ich ihn nicht mehr als sonst fluchen hören 

Die Custombrothers Unna steuerten ihren Beitrag zum Gelingen des Clubhouse Runs bei

Nächster Halt Fröndenberg. Dort hatte der Crossroad Bikerorden MC die Möglichkeit erhalten, die heiligen Hallen und das Gelände der Custombrothers Unna als „Behelfsclubhaus“ zu nutzen. Hatte ich schon erwähnt, dasss es den ganzen Vormittag über schon schweineheiss war?! Es war jetzt um die Mittagszeit und mit den Teams hinter den Grills, wollte ich nicht unbedingt tauschen. Deshalb an dieser Stelle schon mal RESPEKT an die Grill Crews, die trotz ihrer teilweise verbrannten Bäuche den ganzen Tag für das leibliche Wohl der anrollenden Run-Teilnehmer sorgten!

Ein Blick auf die Uhr machte klar, dass wir nicht die zuerst optimistisch angepeilten 9 Clubhäuser schaffen würden. Ab 17:00 wollten sich die anderen teilnehmenden Clubs nämlich selber auf den Weg nach Wulfen, zum Star Riders MC, zur großen Abschlussparty und Siegerehrung machen.

Es herrschte allseits beste Stimmung!

Also ging es von Fröndenberg nach Menden, wo gleich 2 ausrichtende MCs beheimatet sind – der Caballeros MC und der Les Durs MC – bevor es zum letzten Anlaufpunkt vor der Rückreise, zum Dukes MF nach Witten ging. Aufgrund des knappen Zeitfensters wurde nur kurz in Menden verweilt.

 

Benzin verbrennen unter Freunden

Begrüßung, Kaltgetränk, Karte ziehen und wieder rauf auf den Bock. Der Himmel hatte sich im Sauerland schon etwas zu gezogen. Als wir aber kurz vor Witten waren, öffnete er seine Pforten und kühlte uns mit fetten Tropfen ein wenige ab. Ich dachte nur: „Endlich!“.

 

…die letzte Karte bei den Dukes

Aus dem vermeintlichen Schauer wurde dann, während wir im Clubhaus der Dukes abhingen, ein echter Dauerregen. Von Witten nach Wulfen waren es über ne Stunde Fahrt über die Autobahn. Über Land würde es noch länger dauern, also entschied man sich nach dem letzten Auftanken für die schnellste Route, über die Bahn. Reisetempo ca. 80 km/h…OK, das war für mich als Nicht-Alteisen-Treiber eine neue Erfahrung.

Je weiter wir von Witten weg kamen, desto sonniger wurde es wieder. Pünktlich um 19:00 kamen wir in Wulfen zur Abschlussparty wieder an. Der Platz bei den Star Riders sah sogar so aus, als wenn es dort den ganzen Tag staubtrocken geblieben wäre. „Hobel abstellen, Beine ausschütteln und erstmal stärken.“, dachte ich mir. Da kam die Ansage, dass man einen echten, italienischen Eiswagen vor das Clubgelände bestellt hatte, gerade richtig!

Bike Parkplatz, Verkaufsstände und Campground bei den Star Riders

Nach der Stärkung mit Eis, Currywurst und Malzbier wurde die Verkaufsmeile begutachtet. T-Shirts inkl. Individueller Veredlung direkt vor Ort, eine Lederschneiderei und ein Stand mit Schmuck waren auf dem Bike Parkplatz des Clubgeländes angesiedelt. Ich versuchte, die ungefähre Anzahl der Gäste abzuschätzen. Die meisten waren für mich von den ausrichtenden Clubs auszumachen. Schade, haben doch viele der teilnehmenden Freebiker den Weg zur Party anscheinend nicht mehr eingeschlagen. Ob’s am Regen lag?

Bunt gemischtes Publikum auf der Abschlussparty

Egal! Waren doch viele bekannte Gesichter unter den Gästen, mit denen man auf dem Run selbst keine Gelegenheit zum Quatschen hatte. Das wurde jetzt sofort nachgeholt, bis eine Stimme aus dem Innern des Clubhauses ertönte und alle Anwesenden darum bat, sich hinein zu begeben, da die Siegerehrung nun stattfinden sollte. Ich hörte mir die Durchsage der Kennzeichen mit den 10 besten Pokerblättern an – die gezogenen Karten wurden zum Kennzeichen des Teilnehmers erfasst – von denen mir aber niemand persönlich bekannt war. Einen besonderen Preis in Form von 2 gefüllten Riesenbiergläsern gab es im Anschluß für ein schweizer Paar, das 670 km für die Anreise auf sich genommen hatte. Respekt! Nach der Preisverleihung rockten „Flame Tree“ und „Monsterhead“ die Bühne. Beides keine Unbekannten bei den Star Riders, haben sie doch schon früher für Stimmung beim ein oder anderen Open House gesorgt.

Zum Abschluss lässt sich für mich sagen, dass es – trotz der Mörderhitze – ein rundum gelungener Tag war. Mit der offiziellen Teilnehmerzahl von 300 notierten Kennzeichen, hoffe ich, dass auch die Erwartungen der ausrichtenden Clubs erfüllt oder besser noch übertroffen wurden. Schade war, dass am selben Tag auch die Outback Party vom Livings MC Kamen stattfand. Beide Veranstaltungen haben sich daher wahrscheinlich gegenseitig ein paar Gäste genommen.


Meinen Dank hiermit nochmal an ALLE, die diese Aktion ermöglicht und unterstützt haben. Ganz besonders der Ratnags Road Crew, denen wir uns wieder anschließen durften – wir fanden’s geil!!!